Schnittstellen

 

In modernen IT-Umgebungen wird die Möglichkeit des Datenaustausches unter verschiedenen Programmen immer wichtiger. Wie aus dem Firmennamen dataShare ersichtlich, ist es uns ein Anliegen, unsere Software offen zu gestalten, um den möglichst reibungslosen Datenaustausch mit anderen Programmen zu gewährleisten. Gerne unterstützen wir unsere Kunden beim Lösen Ihrer Schnittstellenprobleme. Der Einsatz einer Datendrehscheibe kann dabei behilflich sein.

Technische Beschreibung:

Datendrehscheibe (DDS)

Bei der Einrichtung eines Intranets/Extranets oder bei der Erweiterung bereits bestehender Netzwerke in einem Unternehmen spielt die Datenintegration eine entscheidende Rolle. Vorhandene Daten müssen ins System importiert und verschiedensten Benutzern zugänglich gemacht werden. Oftmals sind an der Erstellung und Weiterverarbeitung der Daten mehrere Programme, die vielleicht sogar auf unterschiedlichen Systemen Arbeiten, beteiligt. Durch den Einsatz einer Datendrehscheibe (zentraler Datenpool) lässt sich die Vielzahl und die Komplexität der Schnittstellen stark reduzieren.

Mögliche Anforderungen:

  • Kommunikation über internes und externes Netz (z. B. Internet) auch mit externen Mitarbeitern und fremden Unternehmen
  • Zugriff auf die bereitgestellten Daten über offene Systeme wie z. B. SQL zur Erstellung temporärer Abfragen und Reports unter Wahrung des Datenschutzes
  • Koordination des Ablaufs und Kontrolle des Verarbeitungsstatus und der Aktualität der Daten bei Beteiligung mehrerer Programme an einem Verarbeitungsprozess
  • Vereinheitlichung der Schnittstellen aller beteiligter Programme
  • Vollständige Kapselung der internen Datenstruktur der Drehscheibe gegenüber den beteiligten Prozessen
  • Systemübergreifende Zugriffsmöglichkeiten für Clientprogramme (Betriebsystem- und Herstellerunabhängigkeit)
  • Schrittweise Ablösung bestehender Schnittstellen und Einbindung bestehender Programme ohne deren Änderung
  • Protokollierung des Datenverkehrs
  • Wahrung der Datenkonsistenz
  • weitere…

Schichtweiser Aufbau:

Die Datendrehscheibe wird in folgenden 4 Schichten aufgebaut:

Datenschicht:

Die innerste Schicht (Datenschicht) wird durch Einsatz eines Datenbankservers gebildet. Die Strukturen der Datenbank entsprechen den individuellen Bedürfnissen des Kunden. Über SQL oder andere Datenabfragewerkzeuge sind Lesezugriffe für temporäre Datenauswertungen, wie z. B. Reports für Entscheidungsgrundlagen für das Management, möglich. Die Wahrung des Datenschutzes wird dabei durch die Nutzung der entsprechenden Funktionen des Datenbankservers sichergestellt.

Programmschicht:

Diese Schicht bildet das Programm der Datendrehscheibe das die Schnittstellen für den Daten-Import und -Export bereitstellt, für die Koordination des Ablaufs und die Kontrolle des Verarbeitungsstatus bei einer Datenverarbeitung mit Beteiligung mehrerer externer Programme (DDS-Benutzerprogramm), verantwortlich ist. Alle Datenimporte und vorzugsweise alle -Exporte (permanent eingerichtete lesende Datenzugriffe) sind über diese Schicht zu realisieren. Damit wird eine vollständige Kapselung der Datenschicht gegenüber der extern nutzenden Programme der DDS (DDS-Benutzerprogramm) erreicht und die Kontrolle über Abläufe und Verarbeitungsstati ermöglicht. Eine Änderung der Datenstrukturen kann somit ohne Auswirkungen auf bereits realisierte Schnittstellen erfolgen. Den DDS-Benutzerprogrammen, die unter Windows ausgeführt werden, wird die Möglichkeit des Zugriffs über DCOM geboten. Programme, die diese Technik nicht beherrschen, können die Daten über Bereitstellung eines XML-Files austauschen. Der Datenaustausch mit Programmen, die über das Internet zugreifen oder auf anderen Betriebssystemen arbeiten, erfolgt über Web-Dienste mittels SOAP und XML. DDS-Benutzerprogramme, die eine DCOM-Schnittstelle benutzen, können über diese nach Bereitstellung überarbeiteter Daten benachrichtigt werden, andere müssen über eine zeitliche Steuerung (Polling-Verfahren) oder durch Überwachung des Filesystems die Datenaktualisierung überprüfen.

XML-Schicht:

XML (Extensible Markup Language) ist eine Formatierungssprache zur Beschreibung strukturierter Daten. XML-Dokumente bieten eine einfache textgestützte Methode zur Speicherung von Daten und werden häufig als transportables Standardformat für Daten in Web-Anwendungen, die Business-to-Business Kommunikation usw., verwendet. Mit XML lassen sich komplexe Datenstrukturen in einem einzigen Dokument beschreiben. Da der Datenaustausch mit nur einer Datei oder nur einem Datenstream erfolgt, wird die Kommunikation stark vereinfacht. Es ist empfehlenswert, die Daten mit allen Schnittstellen der DDS in einem XML-Format auszutauschen und, wenn nötigt, die Umformatierung in der Konverterschicht zu realisieren.

Konverter-Schicht:

Bestehenden Programmen, die den Datenaustausch über XML nicht beherrschen, werden in der Konverterschicht Module zur Verfügung gestellt, die die Umsetzung der proprietären Datenformate in ein XML-Format übernehmen und dadurch die DDS von der unter umständen Vielzahl von verschiedenen geforderten Datenformaten entkoppeln. Diese Module werden als eigenständige Programme (Kommunikations-Clients) erstellt, die Ihrerseits über DCOM oder über Web-Dienste mit der DDS über die XML-Schicht kommunizieren und sowohl zentral als auch dezentral installiert werden können. Die Trennung von DDS und Kommunikations-Clients führt zu einer Entkopplung der Kommunikation auf physischer Ebene.

physische Darstellung:

 
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